Mikroplastik, BPA & Co.: 4 Dinge, die man über elektrische Wasserkocher wissen muss.

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Elektrische Wasserkocher gehören allgemein zur Grundausstattung eines Haushalts. Für gewöhnlich macht man sich über sie auch keine großen Gedanken: Wasser rein, anschalten, fertig.

In einigen Fällen lohnt sich jedoch ein genauerer Blick. Denn manche Wasserkocher können durchaus zum Problem für die Gesundheit werden. Diese 4 bedenklichen Fakten über Wasserkocher solltest du daher kennen:

Five electric tea kettles on brown table

1.) Mikroplastik

Elektrische Wasserkocher aus Plastik sind an sich so konstruiert, dass sie hohe Temperaturen gut überstehen. Wie mehrere Stichproben in wissenschaftlichen Labors ergeben haben, lösen sich jedoch bei jeder Nutzung winzige Kunststoffpartikel aus den Innenwänden der Behälter ab und gelangen ins Wasser. Bis zu 30.000 Teilchen Mikroplastik pro Milliliter Wasser fanden die Forscher vor.

Mikroplastik ist nicht nur eine starke Belastung für die Umwelt. Es lagert sich nachweislich auch im Körper ab. Die genauen Auswirkungen auf die Gesundheit sind zwar noch nicht bekannt, Mediziner erfüllt die Beobachtung jedoch mit Sorge.

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2.) BPA

BPA ist die Abkürzung von Bisphenol A, einer der am häufigsten eingesetzten Chemikalien in der Plastikproduktion. Der Stoff ist stark umstritten, steht er doch unter Verdacht, Schäden an Leber und Nieren zu verursachen sowie krebserregend und erbgutverändernd zu sein. Noch vor 15 Jahren haben Untersuchungen immer wieder stark erhöhte BPA-Belastungen in Wasserkochern mit Plastikgehäuse nachgewiesen.

Neuere Modelle sind hier deutlich unbedenklicher. Wer sein Restwasser jedoch nicht jedes Mal wegschüttet, sondern mehrfach aufkocht, sollte lieber zu BPA-freien Wasserkochern greifen oder ganz von Kochern mit Plastikgehäuse Abstand nehmen.

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3.) Nickel

Wasserkocher aus Edelstahl sind deutlich geringer mit Mikroplastik oder BPA belastet. Gleichwohl wird in den Gebrauchsanweisungen häufig davor gewarnt, das Wasser mehrfach zu erhitzen. Der Grund ist, dass sich Spuren von Aluminium, Kupfer und Nickel aus dem Metall lösen können. Besonders Nickel kann mitunter Allergien auslösen.

Glücklicherweise gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in dieser Sache Entwarnung. In jüngeren Stichproben lagen die gemessenen Rückstände in der Regel weit unter den vorgeschlagenen Grenzwerten. Bei älteren Wasserkochern – vor allem solchen mit offenem Heizelement – lagen die gemessenen Konzentrationen schon 10- bis 50-fach über den Grenzwerten. Allergiker sollten also auf Nummer Sicher gehen und sich nach nickelfreien Modellen erkundigen. 

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4.) Feuer

Wie alle elektrischen Geräte können auch Wasserkocher Feuer fangen, wenn ein Bauteil defekt ist. Man sollte Wasserkocher daher nie unbeaufsichtigt angeschaltet lassen. Ein weiteres Problem ist bei Wasserkochern die Abschaltautomatik. Bei vielen Geräten funktioniert diese nur, wenn der Deckel richtig geschlossen ist. Ist er das nicht, kann das Wasser mit der Zeit vollständig verdunsten und der Kessel überhitzt.

Darüber hinaus schließen viele Menschen ihren Wasserkocher an eine Steckdosenleiste an, ohne deren zulässige Leistungsgrenze zu berücksichtigen. Meist liegt diese Grenze bei 3.500 Watt. Auf diesen Wert kommen jedoch bereits Kaffeemaschine und Wasserkocher zusammen. Wird dann noch ein Handrührgerät oder ein Radio an die Steckdosenleiste angeschlossen, kann dies einen Kabelbrand verursachen.

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Je nach Bauweise und Material haben Wasserkocher ihre Vor- und Nachteile. Preis und Wattleistung sollten beim Kauf daher nicht die einzigen Auswahlkriterien sein. Doch auch wer mit seinem bisherigen Modell vollständig zufrieden ist, sollte im Alltag das Thema Sicherheit nicht aus dem Auge verlieren. Dann kann die heiße Tasse Tee mit gutem Gewissen genossen werden.

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