Geschmackssache: 10 eigenwillige regionale Delikatessen

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das zeigt sich vor allem bei der folgenden kleinen Auswahl von 10 regionalen Delikatessen, die in der Gegend, aus der sie stammen, zwar beliebt sind, im Rest der Welt aber eher mit Skepsis betrachtet werden.

Dabei müssen die Gerichte an sich gar nicht schlecht sein. Aber wer nicht damit aufgewachsen ist oder sie noch nie probiert hat, der wird sie wegen ihrer speziellen Zutaten oder besonderen Zubereitung zunächst befremdlich finden.

pixabay/Pexels

1.) Cuy (Peru)

Bei Cuy handelt es sich um gebratenes Meerschweinchen, das vor allem in Peru eine Spezialität ist. Wurde es früher zu besonderen Anlässen zubereitet, ist es mittlerweile regelmäßig auf dem Teller zu finden, auch weil Touristen es in ihrem Anden-Urlaub kosten möchten.

Das Meerschweinchen stammt ursprünglich aus Südamerika und wird auch in anderen Ländern der Andenregion verspeist. Allein in Peru werden bis zu 65 Millionen Meerschweinchen im Jahr verzehrt.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von ZACKY MIRZA (@zackyfuad875) am

2.) Smalahove (Norwegen)

Gekochter Schafskopf ist ein traditionelles Gericht aus dem Westen Norwegens. Galt es früher als Essen für arme Leute, ist es heute eine Spezialität und vor allem unter Touristen als „extreme Speise“ bekannt.

Beim Verzehr beginnt man in der Regel mit den Ohren und Augen, da sie heiß am besten schmecken. Beginnend beim Maul, wird das Fleisch Stück für Stück vom Knochen gelöst und gegessen.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Kjersti (@kjersti_informerer) am

3.) Escamol (Mexiko)

Escamol sind Larven und Puppen bestimmter zum Verzehr geeigneter Ameisenarten. Es schmeckt nach Butter, manchmal etwas nussig und besitzt die Konsistenz von Hüttenkäse. Bereits die Azteken bereiteten Escamol zu.

4.) Gehirn-Burger (USA)

Das frittierte Hirn-Sandwich (so die eigentliche Bezeichnung) kam in den 1880er Jahren in St. Louis auf, als der Viehhandel und die örtlichen Schlachthöfe brummten. Mittlerweile sind die Gehirn-Burger nur noch in wenigen Bundesstaaten im Mittleren Westen der USA verbreitet.

Wie der Name schon sagt, wird bei diesem Gericht Gehirn von Schweinen in Streifen geschnitten, frittiert und zwischen zwei Brötchenhälften mit Salat und Pommes serviert. Ursprünglich wurden Kälberhirne verwendet, aber aufgrund gesundheitlicher Bedenken, spätestens seit dem Aufkommen von BSE, wird darauf lieber verzichtet.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von dominik 👨🏼‍🦲 dudley 🐶 rupert 🐶 (@dom_and_duds_and_rupe) am

5.) Hormigas Culonas (Kolumbien)

Hormigas Culonas ist spanisch und bedeutet wörtlich übersetzt „Ameisen mit dickem Hintern“. Sie sind eine Delikatesse in der kolumbianischen Region Santander.

Wegen ihres ausladenden Körperteils und weil nur sie verzehrbar sind, werden die Königinnen einer bestimmten Ameisenart gegrillt. Hormigas Culonas sind auch ein beliebtes Hochzeitsgeschenk, weil sie als Aphrodisiakum gelten.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Camilo Andrés Abril Jaimes (@abrilcamilo) am

6.) Schmalz (Deutschland)

Schmalz ist nicht anderes als ausgelassenes Tierfett. Während es manche nur allzu gern auf eine Scheibe Brot schmieren und essen, können sich andere – nicht zuletzt außerhalb Deutschlands – nur schwer dafür begeistern.

7.) Hákarl (Island)

Bei der isländischen Spezialität Hákarl handelt es sich um fermentiertes Fleisch des Grönlandhais, das aufgrund der besonderen Biologie der Tiere stark salzig schmeckt. Es besitzt zudem eine gummiartige Konsistenz.

Da der Hai Harnstoffe in seinem Blut anreichert, wäre sein Fleisch ohne Fermentierung nicht nur ungenießbar, sondern schlimmstenfalls sogar giftig. Die Fermentierung ist eine aufwendige und mehrere Monate dauernde Prozedur.

8.) Shirako (Japan)

Shirako ist Fischmilch, bei der es sich um nichts anderes als das Sperma männlicher Fische handelt. Übersetzt heißt Shirako so viel wie „weiße Kinder“. Hierbei wird bevorzugt die Fischmilch des Dorsches verwendet.

Shirako ist sehr weich und cremig und hat einen typischen Geschmack, wie man ihn allgemein von Meeresfrüchten und Fisch kennt. Shirako kann für verschiedene Rezepte eingesetzt werden, zum Beispiel für Tempura oder Suppen.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von French Citrus Lee Restaurant (@hendrycitrusleefrench) am

9.) Beondegi (Korea)

Beondegi ist ein koreanischer Imbiss, der aus der Puppe des Seidenspinners besteht, die gekocht oder gedünstet wird. Beondegi wird in Pappbechern verkauft und mit Zahnstochern gegessen.

10.) Haggis (Schottland)

Eine der bekanntesten regionalen Speisen in dieser Liste ist sicherlich der schottische Haggis: ein Schafsmagen, gefüllt mit weiteren Innereien des Tieres wie Herz, Leber und Lunge sowie Zwiebeln und Hafermehl.

Die Zubereitung dauert vier bis fünf Stunden. Man beginnt damit, den Magen von innen nach außen zu drehen und ihn sorgfältig auszuwaschen, um die letzten Reste der Magensäure und der Magenschleimhaut zu entfernen.

Ist es nicht interessant, dass Obst und Gemüse in allen Kulturen gang und gäbe sind, sich bei der Frage, welche Tiere gegessen werden, aber mitunter die Geister scheiden? Mancherorts ist Schwein verpönt, anderswo hingegen Insekten oder bestimmte Innereien.

Wie unterschiedlich sich die Menschen weltweit ernähren, illustrieren auch diese beeindruckenden Bilder, die zeigen, was Kinder weltweit innerhalb einer Woche essen.

Quelle:

buzzfeed

Kommentare

Auch interessant