Alltägliche Dinge lösen seltene Allergien aus.

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Allergien haben in den letzten Jahren immer stärker zugenommen. Heute sind etwa 20 % Prozent der Deutschen von einer Allergie betroffen, doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren. Und auch die Ausbreitung geht mit immer ungewöhnlicheren Unverträglichkeiten einher. Ärzte müssen häufig Detektivarbeit leisten, um die Allergene in den unvermuteten Dingen des alltäglichen Lebens zu finden, denn sie lauern inzwischen nicht nur noch unter Bäumen oder auf der Wiese. Da wir unsere Zeit vermehrt in geschlossenen Räumen verbringen, können auch vermeintlich harmlose Dinge allergische Erkrankungen auslösen und somit eine neue, unerwartete Gefahrenquelle darstellen.
Laut dem Münchner Allergologen Peter Schnabel „gibt es mittlerweile mehr als 20.000 Stoffe, von denen eine allergieauslösende Wirkung bekannt ist, und ständig kommen weitere hinzu“. Für ihn steht fest: „In der Allergologie scheint nichts unmöglich zu sein.“

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15 der kuriosesten Allergien haben wir dir hier aufgelistet:

1.) Wasser

Einige Menschen reagieren tatsächlich allergisch auf Wasser, auch wenn diese Allergie äußerst selten ist. Bei der Wasserallergie oder auch Wassernesselsucht reichen schon wenige Tropfen nicht destillierten Wassers aus, um schmerzhafte Hautausschläge auf dem ganzen Körper zu verursachen. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer.

Shower

2.) Schweiß

Wer an einem heißen Tag oder in der Sauna einen juckenden Ausschlag an sich bemerkt, ist womöglich auf seinen eigenen Schweiß allergisch. Die Schweißallergie nennt sich auch „cholinergeische Urtikaria“ und die Symptome verschwinden in der Regel wieder, nachdem man sich akklimatisiert hat. 

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3.) Rotes Fleisch

Ein kleiner Bissen Fleisch und schon fühlst du dich krank? Wenn das der Fall ist, kann es sein, dass du auf rotes Fleisch allergisch bist. Symptome sind unter anderem eine verstopfte Nase, unablässiges Niesen, ein Jucken am gesamten Körper und Übelkeit. Diese Allergie kann sich in jedem Lebensalter entwickeln. Häufig bildet sie sich aber nach dem Biss der „Lone-Star“-Zecke, die in den östlichen Teilen der USA heimisch ist.  

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4.) Sex

Hierbei handelt es sich vielmehr um eine Allergie gegenüber den Spermien des Mannes. Symptome wie Rötungen, Schwellungen oder unangenehmer Juckreiz im Vaginalbereich nach dem Sex deuten auf diese eher selten vorkommende Allergie hin. Weitere ernste Symptome sind Asthma, Fließschnupfen oder Ödeme.
Aber auch der Kuss einer anderen Person kann für Allergiker gefährlich werden. Nämlich dann, wenn das Gegenüber die Nahrungsmittel gegessen hat, auf die man selbst allergisch ist.

5.) Holz

Holzallergien können sehr lästig sein. Während einige Menschen nur auf bestimmte Holzarten oder deren Sägespäne allergisch sind, finden sich andere, die auf jegliche Arten von Holz reagieren, egal ob als Späne oder in fester Form. Das bedeutet auch: Auf alltägliche Dinge wie Stifte, Papier etc. reagieren diese Menschen mit Hautirritationen, Husten, Niesen oder einer Nesselsucht. In extremen Fällen sieht die Haut sogar aus, als wäre sie verbrannt.

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6.) Sport

Auch wenn es wie eine Ausrede klingt, aber „anstrengungsinduzierte Anaphylaxie“, so der Fachterminus für die Allergie auf Sport, gibt es wirklich. Bei dieser doch sehr seltenen Krankheit ist der Körper nicht in der Lage, das Protein aus der Nahrung zu spalten. Sobald die Körpertemperatur steigt, treten Symptome wie Kurzatmigkeit, Ausschlag, ein geschwollener Hals und, in einigen Fällen, ein Angioödem auf. Das bedeutet allerdings nicht, dass Betroffene nie wieder Sport treiben können. Sie sollten nur auf ruhigere Sportarten wie Yoga umsteigen, bei denen der Körper nicht so leicht ins Schwitzen kommt. Es kann auch helfen, vor dem Sport auf Speisen mit einem hohen Proteingehalt zu verzichten.

7.) Sonne

Ja, auch diese Allergie gibt es wirklich. Menschen mit einer Sonnenallergie oder „Lichturtikaria“ sind aber eine absolute Seltenheit. Sie leiden unter Juckreiz und Entzündungen der Haut, die dabei Quaddeln bildet, sobald sie der Sonne ausgesetzt ist. Diese Allergie betrifft häufiger junge Menschen unter 30 und dabei auch mehr Frauen als Männer. Als Ursache für diese Allergie kommen bestimmte Medikamente in Frage, doch oftmals bleibt unklar, weshalb sie auftritt. 

8.) Zimmerpflanzen

Ein typisches Beispiel für „junge“ Allergien ist diejenige gegen Zierpflanzen in der Wohnung. Eine Studie aus Belgien hat gezeigt, dass ganze 78 % der Probanden auf mindestens eine ihrer Zimmerpflanzen mit einem allergischen Schnupfen, einer sogenannten Rhinitis, reagierten. Besonders häufig finden sich Reaktionen auf die vor allem in Büros beliebte Birkenfeige.

Blattfall beim Ficus benjamina

9.) Schwarze Unterwäsche

Da bei der Veredlung von Fasern häufig Chemikalien zum Einsatz kommen, nehmen auch die Allergien durch Textilien immer mehr zu. Besonders schwarze und dunkel gefärbte Kleidung, die eng am Körper anliegt, wie z.B. Unterwäsche, Leggings und Strumpfhosen, verursacht häufig Allergiesymptome. Es kommt zu Ausschlägen bis hin zur Bläschenbildung, was es zu einer sehr schmerzhaften Angelegenheit werden lässt, wenn das betroffene Areal berührt oder Reibung ausgesetzt wird.

10.) Das eigene Kind

„Pemphigoid gestationis“ oder auch Schwangerschaftsdermatose ist eine Autoimmunkrankheit der Haut, die im zweiten oder letzten Drittel einer Schwangerschaft, aber auch nach der Geburt auftreten kann. Dabei richten sich die Antikörper gegen ein Molekül in der Plazenta. Betroffene Frauen haben einen stark juckenden Ausschlag, bei dem sich Blasen bilden können. Er beginnt meist am Bauch um den Nabel herum und breitet sich dann aus. In extremen Fällen sind die Hautausschläge auf sehr große Flächen des Körpers verteilt oder die Kinder selbst werden mit dieser Krankheit geboren. Gewöhnlich verschlimmert sich der Ausschlag kurz nach der Geburt, verschwindet aber innerhalb einiger Wochen oder Monaten wieder.

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11.) Hosenknöpfe

Hierbei handelt es sich meist um eine Nickelallergie. Viele Frauen kennen das Problem, wenn sie Modeschmuck tragen. Aber auch Hosenknöpfe und sogar Geldstücke oder Handys können bei einer besonders stark ausgeprägten Allergie zu einem Problem werden. Nickelallergikern bleibt häufig nur, den direkten Hautkontakt mit den nickelhaltigen Gegenständen zu meiden.

Paul Smith Jeans

12.) Bücher

Für Bücherwürmer gibt es nichts Schöneres als den Geruch eines frisch gedruckten Buches. Wenn man auf diesen aber mit einer verstopften Nase und Kopfschmerzen reagiert, ist man höchstwahrscheinlich allergisch auf den Staub, der von den Seiten der Bücher ausgeht. In einem solchen Fall hilft es nur, auf E-Book-Reader oder Tablets zurückzugreifen.

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13.) Handys und Computer

Handys und Tablets gehören für die meisten Menschen heute zum täglichen Leben. Für manche werden sie allerdings zu einem Problem, wenn sie allergisch auf das die Geräte umgebende elektromagnetische Feld reagieren. Symptome wie Hautausschlag und geschwollene Augen wurden bei den Betroffenen beobachtet. Ärzte sind sich allerdings uneinig darüber, ob dies wirklich eine ernstzunehmende Krankheit oder eher ein psychosomatisches Phänomen darstellt.

Holding a phone

14.) Nagellack

Auch einige Kosmetika können Allergien auslösen. So zum Beispiel Nagellack. Dabei äußert sich die Allergie aber selten unmittelbar an den Fingern, sondern vielmehr im Gesicht und an Wangen, Kinn und Hals. Denn jeder berührt mehrmals täglich unbewusst sein Gesicht, kratzt sich hinter den Ohren oder fasst sich an die Lippen. Dadurch können die Allergene leicht an diese empfindlicheren Stellen gelangen und einen unangenehmen Hautausschlag verursachen.

15.) Wolle

Auch wenn viele das kratzende Gefühl kennen, das Wolle auf ihrer Haut verursacht, gibt es auch solche, die wirklich allergisch auf sie reagieren. Sie sind dabei auf das Lanolin, also das Sekret aus den Talgdrüsen der Schafe, allergisch. Da es oftmals auch Bestandteil von Kosmetika ist, müssen Allergiker vermehrt auf die Inhaltsstoffe achten und diese bestmöglich meiden.

Crochet chevron blanket

Beim Thema Allergie denken die meisten eher an Pollen oder Hausstaub, jedoch gibt es noch unzählige weitere Auslöser. Man sollte diese dabei nicht auf die leichte Schulter nehmen, auch wenn manche der hier aufgeführten Allergien wirklich kurios klingen. Denn besonders Allergien, bei denen man Stoffe einatmet oder diese an die Schleimhäute gelangen, sind potenziell sogar lebensbedrohlich.

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