12 praktische Haushaltstipps für Eltern.

Unter der Rubrik „Dinge, die mein Kind kaputt gemacht hat“ hat eine Familienzeitschrift einmal die kuriosesten Alltagskatastrophen mit Kindern gesammelt. Von der angemalten Krankschreibung bis zur total ruinierten Küche kamen da so allerhand Leserzuschriften zusammen. Das Leben mit Kindern verläuft eben nicht ohne Schmutz, Schrammen und Scherben.

Aber nicht immer müssen solche Zwischenfälle irreparabel sein. 12 typische Kinder-Katastrophen und wie man sie behebt, zeigt dir diese Liste:

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1.) Kunst auf Kunstleder

Moderne Malerei von aufstrebenden Nachwuchskünstlern wird gern gesehen – nur nicht auf der Couch. Gerade bei Kunstleder sollte man aber nur behutsam gegen die Kritzelei vorgehen.

Sind die Farben bereits getrocknet, weiche sie zunächst mit Wasser ein. Danach helfen – je nach Zusammensetzung der Farbe – Spülmittel, Babyfeuchttücher oder Haarspray. Reibe das Mittel deiner Wahl mit einem weichen Schwamm ein und wische es mit Wasser ab. Wiederhole den Vorgang mehrmals. Scheitert alles, hilft immerhin noch Lederfarbspray.

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2.) Puppenküche

Kinder spielen den Erwachsenenalltag nach. Landet dabei eine Plastikschüssel im heißen Ofen, gibt das nicht nur einen entsetzlichen Gestank, sondern auch steinharte Verkrustungen.

Heize den Backofen noch einmal auf etwa 100 °C, ziehe dir Handschuhe an und löse die anschmelzenden Verkrustungen mit einem Ceranfeldschaber ab. Kleinere Reste werden mit feiner Stahlwolle entfernt. Zum Schluss nochmal mit Backofenspray behandeln.

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3.) Verstopftes Klo

Bei Gegenständen in der Kloschüssel oder im Siphon solltest du niemals spülen. Auch Rohrreiniger, Pümpel oder Spirale verschlimmern das Problem höchstens.

Räume das Klo lieber nach oben hin frei. Dafür gibt es drei Tricks: Zum einen kannst du dir eine Plastiktüte über den Arm ziehen, falls deine Gummihandschuhe nicht lang genug sind. Ist der Gegenstand nur schwer zu erreichen, kannst du zudem aus einem Drahtkleiderbügel einen Haken formen. Achte jedoch darauf, das Klo mit dem Draht nicht zu zerkratzen. Die dritte Möglichkeit ist ein Wasserstaubsauger: Entferne dafür zunächst den Wasserfilter des Saugers und dichte dann den Freiraum um das Saugrohr mit einem nassen Handtuch ab.

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4.) Fingerabdrücke

Kinder hinterlassen Spuren. Nicht zuletzt finden sich an Treppenaufgängen und um Lichtschalter herum zahlreiche Abdrücke schmutziger Finger.

Um deine Wände wieder weiß zu bekommen, rührst du dir eine Paste aus Backpulver und etwas Wasser an, die du mit einem weichen Tuch auf die Schmutzstellen aufträgst. Das getrocknete Backpulver bürstest du ab. Kleinere Stellen kannst du auch mit weißer Tafelkreide behandeln.

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5.) Wachsmalfarben

Wachsmalfarben auf der Tapete bereiten vielen Eltern Kopfzerbrechen. Denn mit Wasser lassen sie sich nicht bekämpfen.

Decke die Farbe mit Küchenkrepp ab und bügle bei niedriger Temperatur darüber. Das Wachs schmilzt und wird vom Küchenkrepp aufgesogen. Wiederhole diesen Schritt mehrmals mit jeweils neuem Küchenkrepp.

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6.) Verrisse

Kinder sind geborene Literaturkritiker. Zumindest beim Verreißen von Romanen macht ihnen niemand etwas vor.

Risse in den Seiten lassen sich am besten mit Holzleim kitten, den du behutsam mit einem Pinsel aufträgst. Lege zum Trocknen eine Folie unter, damit die Seiten nicht zusammenkleben.

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7.) Vergessene Taschentücher

Dass man seine Hosentaschen leert, bevor man seine Kleidung in die Wäsche wirft, wird leicht vergessen. In Erinnerung bleibt es hingegen, wenn die komplette Wäsche voller weißer Taschentuchfussel ist.

Eine Fusselrolle hilft, ist aber mühselig. Einfacher geht es, wenn man einen neuen Waschgang anwirft, wobei ein Kurzprogramm völlig ausreicht. Am besten machst du die Trommel nicht ganz voll, sodass die Rückstände besser ausgespült werden können.

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8.) Verbranntes Geld

Egal, ob zerrissen, zerschnitten oder verbrannt – kaputte Geldscheine werden von den meisten Bankfilialen problemlos ersetzt, solange mehr als die Hälfte davon ganz geblieben ist.

Aber auch, wenn der komplette Schein der Zerstörungswut anheimgefallen ist, ist das Geld noch nicht verloren. Sammelt jeden Schnipsel und jeden verkohlten Rest in einer Box. Bei der Bundesbank lässt sich ein Antrag auf Erstattung stellen.

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9.) Bremsstreifen auf Parkett

Sohlenabrieb auf dem Fußboden muss man in Kauf nehmen, wenn der Nachwuchs seine Runden durch die Hausflure rennt. Wegwischen ist nicht, da das Gummi wasserabweisend ist. Was hingegen hilft, ist ein simpler Radiergummi aus der Federmappe.

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10.) Lack auf Holz

Flecken von Nagellack und anderen Lacken bekommt man mit Nagellackentferner in der Regel gut weg. Problematisch wird es nur auf Holz oder empfindlichem Furnier.

Lege ein feuchtes Tuch auf die Stelle und lass es dort für ca. 30 Minuten liegen. Anschließend kratzt du den Lack mit einem Ceranfeldschaber vorsichtig ab.

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11.) Sticker entfernen

Um Aufkleber von Möbeln abzubekommen, föhne sie bei mittlerer Temperatur. Dadurch löst sich der Kleber fast von selbst. Klebstoffreste reibst du mit etwas Öl ab.

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12.) Polterabend

Scherben bringen Glück. Zumindest, wenn man das Zusammenkehren, Zusammensammeln und Zusammenkleben von Tellern und Tassen als beglückend empfindet.

Das zerbrochene Geschirr kann durch die kleinen Unfälle aber auch durchaus eine Aufwertung erfahren. Aus Japan kommt nämlich der Trick, die Risse als dekoratives Element zu betonen. Dafür mischst du Epoxidharzkleber mit Goldpulver und klebst damit die Scherben zusammen. Auch Lücken lassen sich mit dem „Goldharz“ auffüllen.

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Haben deine Kinder auch schon mal etwas ruiniert, was dir lieb und teuer war? Wie du siehst, kann man immerhin ein paar Dinge noch retten. Wie man Kugelschreiber- oder Grasflecken wieder loswird, zeigen dir diese 10 Haushaltstipps für Eltern.

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