Gut zu wissen: Effektive Tipps gegen Fußgeruch.

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Rund 16 % aller Menschen kennen dieses Problem: Sie fühlen sich unwohl, wenn sie zu einer Feier eingeladen sind und der Gastgeber darum bittet, die Schuhe auszuziehen. Allein in Deutschland leiden gut 13 Millionen unter unangenehm riechenden Füßen. Zwar ist dies gesundheitlich in der Regel unbedenklich, dennoch schämt man sich und will seine „Quanten“ am liebsten verstecken. Besonders im Sommer, wenn wir sowieso schon viel schwitzen, zeigen sich die sogenannten „Käsefüße“ am häufigsten.

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Doch woher kommt eigentlich der unangenehme Geruch?

Fußgeruch kann verschiedene Ursachen haben. Er kann einerseits von einem Fußpilz stammen, den man nur mit speziellen, pilzabtötenden Mitteln zu bekämpfen vermag, anderseits können auch Hormone, eine falsche Ernährung oder die Einnahme von Medikamenten schuld an schlecht riechenden Füßen sein. Der häufigste Grund ist allerdings Schweiß, dicht gefolgt von ungeeignetem oder zu engem Schuhwerk.

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Warum schwitzen wir eigentlich?

Schwitzen ist ein völlig natürlicher Vorgang und dient einem ganz bestimmten, ja sogar lebensnotwendigen Zweck: der Thermoregulation. Das Verdunsten des Schweißes entzieht der Haut Wärme und lässt sie somit abkühlen. So schützt sich unser Körper vor Überhitzung. Es gibt allerdings auch eine krankhafte Form von Schwitzen, bei der Menschen stärker transpirieren, als es notwendig ist. In dem Fall spricht man von einer Hyperhidrose, einer übermäßigen Schweißproduktion.

Was ist dann schuld am Fußgeruch?

Da Schweiß hauptsächlich aus Wasser besteht, riecht er im Normalfall gar nicht unangenehm. „Der Fußgeruch entsteht vielmehr, wenn Bakterien zum Schweiß hinzukommen, die sich auf der Haut befinden“, so die Hautärztin Dr. Marion Moers-Carpi. Diese Bakterien zersetzen den Schweiß und bilden dabei Buttersäure, die dann den unangenehmen Geruch verursacht. Geschlossene Schuhe und synthetische Stoffe hindern den Schweiß am Verdunsten und die Luft kann nicht ausreichend zirkulieren. In den Schuhen entsteht so eine regelrechte Schwitzkammer, die ideale Bedingungen für Fußgeruch schafft.

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Um Fußgeruch endgültig loszuwerden, solltest du die folgenden 5 Tipps befolgen:

1.) Passendes Schuhwerk

Der erste und wohl wichtigste Tipp, um unangenehmen Fußgeruch zu vermeiden, ist es deshalb, immer die richtigen Schuhe und Socken zu tragen. Beide sollten aus atmungsaktiven Materialien bestehen, wie zum Beispiel Leder und Baumwolle. Es ist auch wichtig, die Schuhe immer wieder zu wechseln und sie zwischendurch gut auslüften zu lassen. Am besten ist es, wenn du, sooft es geht, offene Schuhe trägst, damit Luft an deine Füße kommt und der Schweiß direkt verdunsten kann. Wenn das nicht infrage kommt, können spezielle antibakterielle Socken mit Kupfer- oder Silberbeimischungen den unangenehmen Gerüchen vorbeugen.

2.) Einlegesohlen

Um den Schweißgeruch zu verhindern, können laut Dr. Marion Moers-Carpi auch Einlegesohlen in den Schuhen helfen. Aber auch bei ihnen solltest du auf Naturmaterialien setzen und Ledersohlen verwenden, die besonders atmungsaktiv sind, oder Sohlen nutzen, die Aktivkohle, Zedernholz oder Zimt enthalten.

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3.) Lotions oder Deos 

Eine weitere Alternative sind Lotions oder Deos mit Aluminiumchlorid, welches gezielt dazu dient, die Schweißproduktion zu mindern. Dieser Stoff gelangt allerdings bereits über verschiedene Wege in unseren Körper und wir sollten deshalb die aufgenommene Menge im Blick behalten, da er laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in sehr hohen Dosen die Nerven schädigen kann. Wenn du gänzlich auf Aluminium verzichten willst, kannst du auf Deosprays mit Alkohol zurückgreifen. Dieser greift, anders als das Aluminium, die Bakterien an und verringert so die Zersetzung des Schweißes und damit die Entstehung der übel riechenden Buttersäure.

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4.) Fußbäder

Für Menschen mit starkem Fußgeruch ist es wichtig, regelmäßig Fußbäder zu nehmen. Zusätze wie Salbei oder Teebaumöl helfen dabei, den Geruch zu überdecken, und wirken gleichzeitig antibakteriell und entzündungshemmend.

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5.) Fußpuder

Fußpuder dient dazu, die Schweißperlen aufzusaugen, und ist eine gute Möglichkeit, die „Schwitzkammer“ in den Schuhen auszutrocknen. Die Expertin rät: „Das Puder direkt auf die Fußsohle und in die Zwischenräume geben.“ So kann es genau dort wirken, wo es gebraucht wird. Und auch beim Fußpuder hilft es, wenn Aluminium enthalten ist, du solltest aber wieder darauf achten, nicht zu viel des Stoffes aufzunehmen. 

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Wenn alle Maßnahmen nichts bringen und du weiterhin unter starkem Fußgeruch leidest, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann feststellen, ob dem Problem doch eine ernstzunehmende Krankheit oder Hyperhidrose zugrunde liegt, und eine mögliche Behandlung mit dir absprechen. Dank dieser Tipps gehört der unangenehme Geruch dann bald der Vergangenheit an.

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Quelle:

Bunte,

Focus

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