Einkaufschip vergessen? Mit diesen Life Hacks gibt es trotzdem einen Einkaufswagen.

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So gut wie jeder benutzt sie regelmäßig im Alltag, aber kaum jemand denkt wohl genau über sie nach: Einkaufswagen. Sie sind einfach selbstverständlich geworden, seit sie 1937 erfunden wurden, um die Menschen zu größeren Einkäufen zu motivieren (und natürlich, um den Vorgang für Kunden komfortabler zu gestalten). Seitdem sieht man sie überall – von Tunichtguten ins Flussbett geworfen, als Transportmittel für Obdachlose, als Behelfsgrill bei DIY-Spontanisten und im Supermarkt natürlich ebenso.

Doch was sind eigentlich die versteckten Geheimnisse dieser Alltagshelfer, von denen allein Marktführer Wanzl zwei Millionen Stück im Jahr herstellt? Und die wohl brennendste Frage: Wie kann ich einen Einkaufswagen von der Kette lösen, wenn ich mal wieder keinen Euro oder Einkaufschip in der Tasche habe? All das wird hier beantwortet.

1.) Warum ist der Plastikhaken vorn verkehrt herum?

Wenn nicht gerade eine Werbetafel an der Front des Wagens angebracht ist, findet man dort oft einen Plastikhaken. Grundsätzlich dürfte klar sein, welchem Zweck er dient: dem Anhängen des Einkaufsbeutels. Dass der Haken dabei nach innen hängt, scheint oberflächlich betrachtet eher ein Montagefehler zu sein. Tatsächlich aber hat das durchaus seinen Sinn. Denn so können Taschen, Beutel und die wieder in Mode kommenden Einkaufsnetze nicht ohne weiteres von Langfingern geschnappt und geklaut werden. Aus diesem Grund sind die Haken übrigens auch vorn angebracht: so hat man den Beutel beim Schieben immer direkt im Blick.

2.) Wozu dient der Bügel am Kindersitz?

Auch das ist, wie man leicht an der Form erkennen kann, ein Haken. Der soll vor allem dazu dienen, Obst und Gemüse aufzuhängen, damit dieses nicht im Wagen gequetscht wird. So einfach ist das.

3.) Wozu dient das Aufklappgestell unter dem Korb?

Bei kleineren Wagen, die keine untere Ebene haben, findet sich oft so ein Gestell zum Ausklappen. Auch wenn kleine Kinder es oft als praktischen Tritt betrachten, um im Stehen auf dem Wagen mitzufahren, ist der Zweck einer für Erwachsene: Hier passt nämlich genau ein Kasten Bier hinein. Geht natürlich auch mit Saftkisten.

4. Sind manche Räder magnetisch?

Diese Frage stellen sich viele Kunden in großen Geschäften mit Rolltreppen. Dort sehen die Räder der Einkaufswagen etwas anders aus. Betritt man mit ihnen die Rolltreppe, hat man das Gefühl, die Wagen hängen magnetisch daran fest, weil sie nicht herunterrollen. Tatsächlich aber ist der Trick hier ein anderer, den der Hersteller mit diesen schönen Worten beschreibt: „Beim Fahren auf dem Fahrsteig tauchen die Laufscheiben in die Fahrsteignuten ein. Zwei außenliegende Bremsschuhe garantieren das sichere Abbremsen der Fahrsteigrolle.“ Sprich: Im Grunde liegen die Räder wie auf Gleisen. Da sie in den Rillen der Rolltreppe etwas tiefer sitzen, werden sie durch die angebrachten Bremsschuhe am Wegrollen gehindert.

5.) Und was haben sich die Herrschaften bei Wanzl & Co. noch so einfallen lassen?

Es gibt noch einige zusätzliche Funktionen, über die der Einkaufswagen verfügt, sei es zum Komfort der Kunden oder zur Sicherheit der Eigentümer. 

Einige Wagen haben z.B. angebrachte Lupen, damit sich die Kunden ganz dem Kleingedruckten auf den Verpackungen widmen können. In Zeiten, in denen Zusatzstoffe immer mehr in Kritik geraten, ein guter Service.

lupe

So wie auch die Halterung für Einkaufszettel, wie man sie manchmal am Griff findet. Auch wenn heute viele Menschen das Smartphone als Merkliste nutzen, ist der gute alte Zettel doch die komfortablere Variante, garantiert ohne begrenzte Akkulaufzeit.

Mittlerweile verfügen moderne Einkaufswagen auch über Hightech, zum Beispiel eine Wegfahrsperre – kein Wunder, werden doch deutschlandweit pro Jahr schätzungsweise 100.000 Wagen gestohlen! Die Sperre wird z.B. auf dem Teppich im Eingangsbereich beim Herausgehen aktiviert und beim Hereingehen deaktiviert. Das System ist allerdings nicht ohne Tücken und wurde deshalb in einigen Fällen schon wieder abgeschafft. Das gilt aber nicht für das Pfandsystem, also kommen wir nun dazu.

6.) Wie kann ich einen Einkaufswagen ohne Münze entnehmen?

Viele kennen das leidige Problem: Man möchte einen Wagen nehmen, findet aber im Portemonnaie weder eine passende Münze noch einen Einkaufschip, der als Ersatz dienen kann. Wie immer ist dieser in der anderen Tasche, liegt im Auto oder ist in der Waschmaschine verschollen. Doch es gibt ein paar Tricks, wie man sich helfen kann.

a) mit dem Schlüssel

Wer einen Schlüssel mit rundem Kopf hat, kann Glück haben, dass dieser genau in den Münzschlitz passt und die Kette löst.

Aber auch mit anderen Schlüsseln kann man sich behelfen, denn mit dem Schlüsselbart und etwas Geduld und Geschick ist es ebenfalls möglich, das Schloss zu lösen.

b) mit der Haarnadel

Kniffliger wird es da bei älteren Modellen, die ein Münzfach und keinen Schlitz haben. Hier ist das Geschick eines MacGyver hilfreich, denn mit einer Haarnadel, einer Büroklammer oder einem stabilen Draht kann man auch diese Schlösser knacken. Zumindest wenn man den Mut hat, wie ein Schmalspur-Autoknacker aussehen zu wollen. Wie es funktioniert, zeigt dieses Video:

c) mit Urlaubskleingeld

Übrigens kann man auch mit Urlaubsmitbringseln Glück haben. Die tschechische 10-Kronen-Münze beispielsweise passt perfekt in jedes Pfandschloss. Bestimmt gibt es noch andere, mit denen es genauso gut funktioniert.

Damit ist der Einkauf gerettet und man muss nicht erst einen klapprigen Karton aus einem Regal fischen. Ab jetzt schaut man genauer auf die Einkaufswagen und was sie in welchem Laden zu bieten haben. Kennst du vielleicht noch weitere Münzen für den letzten Trick? Dann lass es uns wissen. 

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