So stellst du Soßenbinder und andere Fertigprodukte selbst her.

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Fertigprodukte sparen Zeit beim Kochen und Backen und sind dadurch einfach ideal, wenn es mal schnell gehen muss. Doch so praktisch Fertigprodukte auch sind, sie hinterlassen doch einiges an Verpackungsmüll und enthalten oft viel Salz, Zucker oder Zusatzstoffe.

Jedoch lassen sich viele Fertigprodukte, die du regelmäßig nutzt, ganz einfach durch selbstgemachte Alternativen ersetzen. Du brauchst dazu weder ausgefallene Zutaten noch wahnsinnig viele Küchengeräte. Oftmals kannst du sie sogar aus den beim Kochen anfallenden Resten herstellen. So weißt du immer genau, was du gerade isst und kannst deine Gerichte so würzen, wie du es gern magst, ganz ohne Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker. Tschüss, Einheitsgeschmack!

Wie lange sind selbstgemachte Produkte haltbar?

Dies kommt ganz auf das Produkt und die Zubereitungsweise an. Eingekochtes, z.B. Pasten, sind bis zu einige Monate im Kühlschrank und sogar bis zu ein Jahr im Gefrierfach haltbar. Pulver und andere trockene Produkte halten sich oftmals noch länger, solange sie vor Luft und besonders Feuchtigkeit geschützt sind.

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Hier sind die 10 beliebtesten Fertigprodukte, die auch du ab heute ganz einfach selbst herstellen kannst:

1.) Puddingpulver

Der Vorteil von selbstgemachtem Puddingpulver ist sicherlich, dass du die Zuckermenge beeinflussen und so selbst bestimmen kannst, wie süß dein Pudding wird. Auch vermeidest du eine Menge Müll, wenn du nicht jedes Mal eine neue Tüte aufreißen musst. Im Prinzip brauchst du nur drei Grundzutaten, nämlich Speisestärke, Zucker und eine Zutat für den Geschmack. Wie du Vanille-, Schoko- und viele weitere Geschmacksrichtungen herstellen kannst, erfährst du unter diesem Link.

2.) Gemüsebrühe

Auch deine Gemüsebrühe kannst du selbst herstellen. Wenn du willst, kannst du dafür auch Lebensmittelreste verwenden, z.B. das Grün von Möhren, Kohlrabiblätter oder die Strünke von Brokkoli und Blumenkohl. Verarbeite sie einfach zu einer Paste oder einem Pulver, um sie haltbar zu machen. Für die Paste solltest du alles waschen, schälen bzw. putzen und dann grob zerkleinern. Pro 100 Gramm Gemüse brauchst du 10 Gramm Salz und außerdem noch 1 Esslöffel Pflanzenöl. Mische einfach alles mit einem Mixer und fülle die Paste in Einmachgläser, um sie dann in den Kühlschrank zu stellen. Oder du füllst sie in Eiswürfelformen, um sie einzufrieren. 
Um die Paste zu Pulver zu verarbeiten, solltest du sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen und einige Stunden bei 70 °C im Ofen trocknen. Lass dabei die Tür des Ofens einen Spaltbreit offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Mahle das Pulver anschließend noch einmal fein und fülle es in Gläser, die du luftdicht verschließt.

 

3.) Soßenbinder

Aus vielen Küchen ist der Soßenbinder heutzutage kaum noch wegzudenken. Doch häufig braucht man gar nicht viel davon, um aus dem Sud, der beim Braten entsteht, eine leckere Soße zu zaubern. Um sich den Binder in Zukunft zu sparen, gibt es gute Alternativen, die Soßen genauso sämig machen, z.B. Speisestärke. Weitere Alternativen zum klassischen Soßenbinder sind auch Reismehl oder Semmelbrösel. Wie du sie für die Soße nutzen kannst, liest du hier

4.) Instant-Bratensoße

Mit wenigen Zutaten lässt sich ganz leicht eine Instant-Bratensoße herstellen. So kannst du beim nächsten Mal auf die Fertigsoßen von Maggi & Co. verzichten. So kannst du dir sicher sein, dass keine unnötigen Inhaltsstoffe enthalten sind. Du benötigst dafür nur Semmelbrösel, Brühe, getrocknete Röstzwiebeln und getrocknete Champignons. Schau einfach hier nach, wie du deine Instant-Bratensoße ganz einfach selbst herstellen kannst. 

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5.) Sahnefest

Hier scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf das Pulver aus den kleinen Tütchen, andere halten es für überflüssig. Ob mit oder ohne, ist ganz dir überlassen. Solltest du es gern verwenden, aber auf den Verpackungsmüll verzichten wollen, kannst du dir einen Ersatz schnell selbst herstellen. Du brauchst dafür nur Speisestärke und Johannisbrotkernmehl. Wie du daraus das Sahnefest herstellen kannst, liest du hier

6.) Tortenguss

Auch Tortenguss produziert eine Menge Müll, da es ihn nur in kleinen, abgepackten Portionen zu kaufen gibt. Für einen Obstboden z.B. ist er allerdings unerlässlich. Um Tortenguss selbst herzustellen, benötigst du nur 2 Zutaten, nämlich wieder Speisestärke und Zucker, die du mit etwas Wasser zu einem Brei vermengst. Eine genaue Anleitung findest du hier

7.) Puderzucker

Um Puderzucker herzustellen, brauchst du einen leistungsfähigen Mixer, einen Mörser oder eine Kaffeemühle. Da man ihn viel seltener benutzt als herkömmlichen Kristallzucker, lohnt es sich oftmals nicht, ihn extra zu kaufen. Schon gar nicht, wenn du ab heute weißt, wie du ihn selbst herstellen kannst.
Wiege dafür einfach die benötigte Menge an Zucker ab und gib sie in den Mixer oder ein geeignetes Gefäß, wenn du einen Stabmixer verwendest. Auch ein Thermomix kann gut dafür verwendet werden. Mixe den Kristallzucker gut durch und schüttle ihn dabei immer wieder kurz auf. Benötigst du größere Mengen, solltest du nicht gleich alles auf einmal in den Mixer geben, sondern deinen Puderzucker in mehreren kleinen Portionen mixen. Wenn du ein offenes Gefäß und einen Stabmixer verwendest, achte darauf, das Gefäß mit einem Tuch abzudecken, damit sich kein Zuckerstaub in deiner Küche ausbreitet.

8.) Trinkkakaopulver

Trinkkakao ist besonders bei Kindern beliebt. Er enthält aber oftmals sehr viel Zucker, womit das zubereitete Getränk alles andere als gesund ist. Für eine gesündere Alternative solltest du dir dein eigenes Kakaopulver herstellen. Dafür brauchst du nur Kakaopulver und Puderzucker oder eine Zuckeralternative deiner Wahl. So sparst du nicht nur Müll, sondern weißt auch genau, wie viel Zucker enthalten ist. 
Die genaue Anleitung findest du hier

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9.) Backpulver

Solltest du einmal kein Backpulver im Haus haben, aber einen Kuchen backen wollen, kannst du als Alternative ganz einfach Natron verwenden. Du musst nur noch Essig oder Zitronensaft hinzugeben und schon geht dein Kuchen schön auf. Eine pulvrige Alternative selbst herzustellen und so auf den Kauf von abgepacktem Backpulver zu verzichten, ist nicht schwer. Du benötigst nur wenige Grundzutaten, nämlich Natron, Speisestärke und Kieselerde. Die genaue Anleitung für vier verschiedene Varianten kannst du dir hier anschauen.

10.) Kräutermischung

Kräutermischungen für Salate enthalten meist nur wenige Kräuter, dafür aber reichlich Zucker und Zusatzstoffe. Eine erheblich gesündere Alternative ist schnell gemacht und dient als Grundlage für Dressings oder zum Würzen von Suppen und Speisen. Alles, was du dafür brauchst, sind frische Kräuter, Salz und ein Pflanzenöl deiner Wahl. Wie genau das funktioniert, kannst du hier nachlesen.

Wenn du also Spaß am Selbermachen hast, kannst du diese Fertigprodukte mit wenigen Zutaten in der eigenen Küche herstellen. Damit leistest du nicht nur einen Beitrag zur Reduzierung von Müll, sondern du kannst die Produkte auch ganz nach deinen eigenen Bedürfnissen und Geschmacksvorlieben variieren. So warten Gemüsebrühe, Puddingpulver & Co. bald im Kühl- oder Vorratsschrank auf ihren Einsatz.

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Quelle:

smarticular

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